Die letzten Tage waren sehr nervenaufreibend. Mittwoch vor einer Woche reisten wir nach Windhoek zu Home Affairs um dort unser Visum zu bekommen. Am Donnerstag waren wir dann auch gleich früh im Innenministerium, wo uns dann gesagt wurde, dass man uns nicht helfen könne, da der für uns verantwortliche Mitarbeiter im Uralub wäre und unsere Unterlagen in seinem Büro liegen. In das Büro konnte nur leider niemand hinein, denn derjenige hatte es verschlossen und den Schlüssel mitgenommen. Logisch! Macht man ja so! Wie in jedem Amt, gibt es aber auch ausnahmsweise nette und kompetente Leute, von denen wir zum Glück einen trafen. Er war sehr freundlich und versuchte uns zu helfen, musste uns aber auch erstmal wieder wegschicken. Wir sollten am Nachmittag wieder kommen. Das taten wir dann auch. Leider hatte er keine guten Nachrichten, denn niemand kam an unsere Unterlagen ran. Die enizige Chance für unser Visum war, am Montag morgen wiederzukommen. Das hieß für uns, zurück von Windhoek nach Swakop zu fahren und Sonntag abend nochmal mit dem Shuttle zu kommen. Am Donnerstag war es dann jedoch leider auch zu spät, um mit dem Shuttle nach Swakop zu fahren, denn die letzten Busse fuhren bereits um 15 Uhr. So kam es, dass wir noch eine Nacht bei Freunden in Windhoek blieben um am nächsten nachmittag abzureisen. Am Freitag endlich in Swakop angekommen, verbrachten wir einen ruhigen Samstag. Unsere Gasteltern fuhren mit uns durch Swakop und wir sahen die vielen Gesichter der Stadt, von der wir bisher nur die schönen Seiten kannten. Aber auch hier gibt es Stadtteile, wie in Windhoek auch, in denen die Ärmsten der Armen wohnen oder besser gesagt hausen. Es gibt Orte, an denen die Menschen nicht mal fließendes Wasser oder Strom haben. Die Häuser in denen sie wohnen, sind provisorisch aus Brettern zusammengenagelt.
Am Sonntag hieß es dann, mal wieder nach Windhoek zu fahren. Vor uns lag eine 5 stündige Autofahrt. Diesmal kamen wir bei Freunden unserer Gasteltern unter. Am Montagmorgen liefen wir dann zu dem von uns meistbesuchten Ort Windhoeks: Home Affairs. Überraschenderweise konnten wir gleich zu dem besagten Mitarbeiter ins Büro kommen. Bei Franzi lief es recht unkompliziert, sie konnte nach wenigen Minuten gehen und das Visum bezahlen. Bei mir gestaltete es sich leider etwas komplizierter... Meine Unterlagen ließen sich nicht so einfach finden. Erst nach langem Suchen, tauchten meine Unterlagen plötzlich auf. Dann ging auch alles ganz schnell und ich konnte ebenfalls bezahlen gehen. Jedoch nur für 3 statt die gewollten 6 Monate, da ich komischerweise nicht mehr genehmigt bekommen hatte. Da rutschte mir das Herz erst einmal ganz tief in die Hose, denn das stellte mich vor ein neues Problem. Daran konnte ich aber nun nichts ändern und musste mich vorerst damit abfinden. Um 14 Uhr sollten wir unsere Pässe dann am Schalter abholen kommen. Pünktlich standen wir dann am Schalter an aber leider sagte man uns dann, wir können sie erst zwei Stunden später bekommen. Wir kamen uns ganz schön verarscht vor. Es sollte einfach nichts so klappen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Meine Nerven waren schon sehr strapaziert und drohten zu reißen! Taten sie aber glücklicherweise nicht :) Aber die Verspätung bedeutete, dass wir wieder erst am darauffolgenden Tag zurückfahren konnten, was unsere Reisepläne zum wiederholten Mal kräftig durcheinander brachte. Flexibilität und Geduld sind hier wirklich wichtige Tugenden! Nun ja am Dienstag konnten wir dann endlich wieder nach Swakop fahren und wurden von unseren Gasteltern ganz lieb mit einem feinen Festessen begrüßt.

Heute haben wir einige Besorgungen für unsere bevorstehende Reise gemacht und am Freitag fahren wir dann los. Über die Victoria Falls gibt es bestimmt wieder ganz viel zu berichten und dann auch wieder mit Bildern :)

Liebste Grüße aus dem wunderschönen Swakop,
eure Denise :)